Zusatzqualifikation „Präventionsmedizin GSAAM“ 2018

Flaggschiff der GenoGyn geht in neue Runde

Die neuen Termine für die zertifizierte interdisziplinäre Zusatzqualifikation „Präventionsmedizin GSAAM“ stehen fest. Das Flaggschiff unter den Fortbildungen der GenoGyn geht turnusgemäß zu Jahresbeginn an den beiden Wochenenden 26./27. Januar 2018 und 23./24. Februar 2018 in Köln an den Start.

Teilnehmer erwartet ein aktualisiertes Programm mit neuen Themen, die derzeit in den Fokus der modernen Präventionsmedizin rücken.

Das Programm 2018

Anmeldebogen Ausbildungsprogramm Präventionsmedizin 2018

GenoGyn-Newsletter 11/2017

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Über 60-Jährige, Frauen mit besonderem Risiko und Schwangere – Frauenärzte der GenoGyn raten: Jetzt gegen Grippe impfen! (27.10.2017)

Köln. Die Influenzasaison 2016/2017 war schwerwiegend und die nächste Grippesaison steht vor der Tür: Die Frauenärzte der Ärzteorganisation GenoGyn raten ihren Patientinnen deshalb, in diesen Tagen die Grippeschutzimpfung unbedingt wahrzunehmen. Sie adressieren ihren Rat entsprechend der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut an über 60-Jährige, an Frauen mit erhöhtem Risiko sowie im Besonderen an Schwangere. „Gerade bei den schwangeren Frauen bedarf es noch immer verstärkter Impfaufklärung. Im Bundesdurchschnitt haben wir 2014 mit der Impfung lediglich 10,6 Prozent der werdenden Mütter erreicht, obwohl eine schwere Grippe das Risiko für eine Fehlgeburt erhöht“, sagt der Kölner Frauenarzt und geschäftsführende Vorstand der GenoGyn Dr. Jürgen Klinghammer.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt die jährliche Grippeimpfung neben älteren Menschen über 60 Jahren vor allem Personen jeden Alters mit erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens wie Diabetes, Asthma oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Menschen mit erhöhter Gefährdung in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr und medizinischem Personal. Auch allen Frauen, die während der Influenzasaison im Winter schwanger sind, empfiehlt die STIKO seit 2010 eine Grippeschutzimpfung: ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel, dem sogenannten Trimenon, sowie bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung infolge eines Grundleidens ab dem 1. Trimenon.

„Mit 35 Prozent ist die Grippeimpfrate bei den über 60-Jährigen niedrig, bei den Schwangeren mit knapp elf Prozent sogar noch geringer“, sagt Dr. Klinghammer. Um die Akzeptanz bei Schwangeren zu erhöhen, warnt er vor bekannten Gefahren. „Weil sich das Immunsystem bei werdenden Müttern verändert, verlaufen Grippeinfektionen in der Schwangerschaft oft schwerer. Damit einher geht ein erhöhtes Risiko für vorzeitige Wehen, für Fehl- und Frühgeburten. Fieber und Immobilität steigern zudem die in der Schwangerschaft ohnehin erhöhte Gefahr für Thrombosen und Lungeembolien.“

Gesunden Schwangeren wird die Impfung ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel empfohlen. „Die Grippeimmunisierung ist in jedem Stadium der Schwangerschaft unbedenklich. Die Impfung ab dem vierten Monat soll vermeiden, dass die im ersten Trimenon häufiger auftretenden Spontan-Aborte irrtümlicherweise mit der Vakzination in Verbindung  gebracht werden“, erklärt der Kölner Frauenarzt.

Noch ein Grund spricht für eine Immunisierung in der Schwangerschaft: „Jede werdende Mutter sollte wissen, dass eine Grippeimpfung auch ihr Neugeborenes schützt, denn über die Plazenta werden Antikörper von der Mutter an den Embryo weitergegeben, die das Baby in den ersten Lebenswochen vor Influenza-Viren schützen.“ Sie stellen für Neu- und besonders für Frühgeborene eine ernsthafte bis lebensbedrohliche Infektion dar.

„Die beste Zeit für die Grippeimmunisierung ist jetzt, bevor die erste Erkrankungswelle ausbricht, denn nach der Impfung dauert es zehn bis 14 Tage bis der Körper einen wirksamen Schutz entwickelt hat“, sagt Dr. Klinghammer. Da sich die zirkulierenden Influenza-Viren immer wieder verändern und die Impfstoffe in jeder Grippesaison angepasst werden, muss die Impfung jährlich erneuert werden.

Um die Gefahr einer Influenza-Infektion zu verringern, raten auch die Frauenärzte der GenoGyn zusätzlich zur Grippeimpfung auf regelmäßiges Händewaschen mit Seife sowie auf Abstand zu erkrankten Personen zu achten.

Weitere Informationen:
Pressestelle GenoGyn
Sabine Martina Glimm
Bettina-Cathrin Wahlers
Telefon: 040 / 79 00 59 38
E-Mail: genogyn@hansewort.de
Internet: www.genogyn.de

MFA für Frauenarztpraxis in Köln-Holweide gesucht.

Wir suchen eine engagierte Mitarbeiterin für 20 Std/Woche(Teilzeit) mit Teamgeist und Freude an ihrem Beruf.
Praxis Veronika Blumenthal
Tel.: 0221 630 112
E-Mail: info@praxisblumenthal.de

Weltverhütungstag – Frauenärzte der GenoGyn: Jede Frau braucht eine individuelle Beratung (22.09.2017)

Köln. Um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen, gibt es eine Vielzahl an Verhütungsmethoden, die jeweils ihre Vorzüge haben, aber auch Nachteile mit sich bringen. Das ideale Verhütungsmittel gibt es nicht, denn zu verschieden sind die individuellen Voraussetzungen für die Nutzung. „Einige Methoden sind im statistischen Vergleich weniger zuverlässig als andere, manche erfordern bei der Anwendung größere Sorgfalt als andere und für einige müssen gesundheitliche Faktoren sowie bekannte Nebenwirkungen stärker berücksichtigt werden. In der persönlichen Beratung beim Frauenarzt gilt es deshalb, die individuell richtige Verhütungsmethode auszuwählen“, so Dr. Jürgen Klinghammer, Vorstandsvorsitzender der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn im Vorfeld des Weltverhütungstages am 26. September.

Rund 55 Prozent der Frauen, die verhüten, nehmen die Pille. Doch sie ist nicht alternativlos. „Die tägliche Praxis zeigt uns, dass es mehr Aufklärungsbedarf gibt als in Zeiten von Dr. Google anzunehmen wäre“, sagt der Kölner Frauenarzt. Die gängigen Verhütungsmethoden können fünf Kategorien zugeordnet werden. Die mechanische Verhütung, auch Barrieremethode genannt, verhindert physisch durch den Einsatz von Kondom, Spirale oder Diaphragma, dass männliche Spermien die Eizelle erreichen. Die hormonelle Methode, mit der Antibabypille als meistverwendetem Verhütungsmittel, verhindert den monatlichen weiblichen Eisprung und die Eireifung. Mit der operativen Methode ist in der Regel die Sterilisation bei Mann oder Frau gemeint. Bei chemischer Verhütung werden Spermien zum Beispiel durch wirkstoffhaltige Cremes, Gele oder Zäpfchen abgetötet, und die natürliche Verhütung setzt unter anderem auf Kalender und Thermometer, um die fruchtbaren Tage des Zyklus zu ermitteln. Letztere Verhütungsmethoden gelten als unsicher. Um die Sicherheit der einzelnen Verhütungsmethoden besser einschätzen zu können, hat sich der sogenannte Pearl-Index etabliert. Ein niedriger Pearl-Index signalisiert hohe Zuverlässigkeit der Verhütungsmethode.

„Bei der individuellen Verhütungsberatung werden Aspekte wie Alter, sexuelle Aktivität, Lebenssituation und weitere Lebensplanung sowie besonders auch gesundheitsrelevante Faktoren einbezogen. So ist etwa für eine hormonelle Verhütung die Berücksichtigung persönlicher Risiken – dazu zählt neben Übergewicht, Bluthochdruck und Cholesterin auch das Rauchen – unabdingbar. Zu klären wäre auch, ob die nötige Regelmäßigkeit einer Pilleneinnahme gewährleistet ist und ob überhaupt zusätzliches Östrogen vertragen wird. Eventuell könnte die östrogenfreie Minipille angezeigt sein“, sagt GenoGyn-Vorstand Dr. Klinghammer.

Der Gynäkologe sieht insbesondere für Frauen, die keinen Kinderwunsch mehr haben, in der mit Gestagen beschichteten Spirale eine sehr gute Alternative zur Pille. Sie ist unter anderem  für Frauen in den Wechseljahren und Raucherinnen empfohlen. „Therapeutische Vorteile sind geringere Blutungen und weniger Regelschmerz.“

Unabhängig vom Alter rät Dr. Klinghammer bei neuen oder wechselnden Sexualpartnern zu zusätzlichem Schutz durch Nutzung von Kondomen, um die Übertragung von HIV und Geschlechtskrankheiten zu verhindern. Empfohlen ist auch, die je nach Verhütungsmethode angezeigten Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt wahrzunehmen.

„Ist durch Anwendungsfehler, Durchfall oder Erbrechen eine Notfallverhütung mit der rezeptfreien ‚Pille danach’ erforderlich, sollte diese unbedingt von einem Frauenarzt begleitet werden, um Nebenwirkungen und zusätzlichen Empfängnisschutz bis zum Ende des Zyklus abzuklären“, appelliert der Kölner Gynäkologe. Bei stark übergewichtigen Frauen ist unter Umständen eine „Spirale danach“ angeraten, denn mit zunehmendem Körpergewicht sinkt die Sicherheit der „Pille danach“.