Weltverhütungstag – Frauenärzte der GenoGyn: Jede Frau braucht eine individuelle Beratung (22.09.2017)

Köln. Um einer ungewollten Schwangerschaft vorzubeugen, gibt es eine Vielzahl an Verhütungsmethoden, die jeweils ihre Vorzüge haben, aber auch Nachteile mit sich bringen. Das ideale Verhütungsmittel gibt es nicht, denn zu verschieden sind die individuellen Voraussetzungen für die Nutzung. „Einige Methoden sind im statistischen Vergleich weniger zuverlässig als andere, manche erfordern bei der Anwendung größere Sorgfalt als andere und für einige müssen gesundheitliche Faktoren sowie bekannte Nebenwirkungen stärker berücksichtigt werden. In der persönlichen Beratung beim Frauenarzt gilt es deshalb, die individuell richtige Verhütungsmethode auszuwählen“, so Dr. Jürgen Klinghammer, Vorstandsvorsitzender der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn im Vorfeld des Weltverhütungstages am 26. September.

Rund 55 Prozent der Frauen, die verhüten, nehmen die Pille. Doch sie ist nicht alternativlos. „Die tägliche Praxis zeigt uns, dass es mehr Aufklärungsbedarf gibt als in Zeiten von Dr. Google anzunehmen wäre“, sagt der Kölner Frauenarzt. Die gängigen Verhütungsmethoden können fünf Kategorien zugeordnet werden. Die mechanische Verhütung, auch Barrieremethode genannt, verhindert physisch durch den Einsatz von Kondom, Spirale oder Diaphragma, dass männliche Spermien die Eizelle erreichen. Die hormonelle Methode, mit der Antibabypille als meistverwendetem Verhütungsmittel, verhindert den monatlichen weiblichen Eisprung und die Eireifung. Mit der operativen Methode ist in der Regel die Sterilisation bei Mann oder Frau gemeint. Bei chemischer Verhütung werden Spermien zum Beispiel durch wirkstoffhaltige Cremes, Gele oder Zäpfchen abgetötet, und die natürliche Verhütung setzt unter anderem auf Kalender und Thermometer, um die fruchtbaren Tage des Zyklus zu ermitteln. Letztere Verhütungsmethoden gelten als unsicher. Um die Sicherheit der einzelnen Verhütungsmethoden besser einschätzen zu können, hat sich der sogenannte Pearl-Index etabliert. Ein niedriger Pearl-Index signalisiert hohe Zuverlässigkeit der Verhütungsmethode.

„Bei der individuellen Verhütungsberatung werden Aspekte wie Alter, sexuelle Aktivität, Lebenssituation und weitere Lebensplanung sowie besonders auch gesundheitsrelevante Faktoren einbezogen. So ist etwa für eine hormonelle Verhütung die Berücksichtigung persönlicher Risiken – dazu zählt neben Übergewicht, Bluthochdruck und Cholesterin auch das Rauchen – unabdingbar. Zu klären wäre auch, ob die nötige Regelmäßigkeit einer Pilleneinnahme gewährleistet ist und ob überhaupt zusätzliches Östrogen vertragen wird. Eventuell könnte die östrogenfreie Minipille angezeigt sein“, sagt GenoGyn-Vorstand Dr. Klinghammer.

Der Gynäkologe sieht insbesondere für Frauen, die keinen Kinderwunsch mehr haben, in der mit Gestagen beschichteten Spirale eine sehr gute Alternative zur Pille. Sie ist unter anderem  für Frauen in den Wechseljahren und Raucherinnen empfohlen. „Therapeutische Vorteile sind geringere Blutungen und weniger Regelschmerz.“

Unabhängig vom Alter rät Dr. Klinghammer bei neuen oder wechselnden Sexualpartnern zu zusätzlichem Schutz durch Nutzung von Kondomen, um die Übertragung von HIV und Geschlechtskrankheiten zu verhindern. Empfohlen ist auch, die je nach Verhütungsmethode angezeigten Kontrolluntersuchungen beim Frauenarzt wahrzunehmen.

„Ist durch Anwendungsfehler, Durchfall oder Erbrechen eine Notfallverhütung mit der rezeptfreien ‚Pille danach’ erforderlich, sollte diese unbedingt von einem Frauenarzt begleitet werden, um Nebenwirkungen und zusätzlichen Empfängnisschutz bis zum Ende des Zyklus abzuklären“, appelliert der Kölner Gynäkologe. Bei stark übergewichtigen Frauen ist unter Umständen eine „Spirale danach“ angeraten, denn mit zunehmendem Körpergewicht sinkt die Sicherheit der „Pille danach“.

Mit neuen Themen: GenoGyn bringt Zusatzqualifikation „Präventionsmedizin 2018“ an den Start (15.09.2019)

Köln. Neue Chance für Ärzte und Ärztinnen, die präventionsmedizinisch interessiert oder schon tätig sind: An den beiden Wochenenden 26./27. Januar 2018 und 23./24. Februar 2018 bringt die ärztliche Genossenschaft GenoGyn ihre zertifizierte interdisziplinäre Zusatzqualifikation „Präventionsmedizin GSAAM“ erneut in Köln an den Start. Das bekannte Flaggschiff unter den Fortbildungen der Ärzteorganisation bildet aktuelle Entwicklungen der Präventionsmedizin ab und qualifiziert die Teilnehmer für die präventivmedizinische Beratung, Diagnostik und Therapie in der gynäkologischen Praxis.

Mit der Epigenetik, der Mund- und Darmflora oder der Schlafhygiene rücken derzeit neue Themen in den Fokus der innovativen Präventionsmedizin und damit in das aktuelle Ausbildungsprogramm der GenoGyn, das in Kooperation mit der German Society of Anti-Aging-Medicine (GSAAM e.V.) eine komplexe Zusammenfassung aller Bereiche der modernen Präventionsmedizin vermittelt, die für die Betreuung der Frau von der Pubertät bis ins hohe Alter wichtig sind. Ein interdisziplinäres Team renommierter Referenten, darunter der Präsident der GSAAM, Prof. Dr. Bernd Kleine-Gunk, und der TV-bekannte Schlafmediziner Dr. Michael Feld, bestreitet die Ausbildungsstaffel 2018, die thematisch von der fetalen Programmierung bis hin zur Altersprävention reicht. Teilnehmer erhalten 29 CME-Punkte und können das Zertifikat „Präventionsmedizin GSAAM“ erwerben. Rund 380 Absolventen, überwiegend niedergelassene Frauenärzte, haben die Zusatzqualifikation der GenoGyn bis heute genutzt. Hier geht es zum Programm und Anmeldungsformular.

„Als oft lebenslange Begleiter ihrer Patientinnen sind gerade Gynäkologen und Gynäkologinnen die idealen Screening-Ärzte. Wir haben die Möglichkeit, kardiovaskuläre und viele andere Risikofaktoren zu erkennen und zu beeinflussen und damit zur Vermeidung von chronischen Zivilisationskrankheiten, von Krebserkrankungen und zum Erhalt der Lebensqualität beizutragen“, sagt Frauenarzt Dr. Jürgen Klinghammer, Vorstandsvorsitzender der GenoGyn. Die Etablierung der Präventionsmedizin in der ambulanten Frauenheilkunde ist ein Hauptanliegen der Ärzteorganisation, die sich seit fast 20 Jahren für die Belange ihrer heute über 600 Mitglieder einsetzt und Frauenärzten und

-ärztinnen aus ganz Deutschland offen steht. „Präventivmedizinische Expertise ermöglicht die Gesunderhaltung unserer Patientinnen jenseits einer unzulänglichen Reparaturmedizin und fördert gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit unserer gynäkologischen Praxen“, so Dr. Klinghammer.

Angehende Präventionsmediziner werden von der GenoGyn auf ihrem fachlich und wirtschaftlich erfolgreichen Weg in die individualisierte Medizin begleitet. Neben der bewährten Zusatzqualifikation in Präventionsmedizin umfasst das erweiterte Fortbildungskonzept „Gyn-for-life“ inzwischen vier praxisbezogene Workshops, die ebenfalls jährlich angeboten werden. Sie vermitteln fundierte Kenntnisse, um die wissenschaftlichen Inhalte aus der Präventionsmedizin sowohl medizinisch als auch ökonomisch zielführend in die tägliche Praxis zu integrieren. Dr. Klinghammer: „Mit dem Fortbildungs-Zyklus ‚Gyn-for-life’ fördert die GenoGyn die konsequente Positionierung der Kolleginnen und Kollegen in der Präventionsmedizin.“

Weitere Informationen:

Pressestelle GenoGyn
Sabine Martina Glimm
Bettina-Cathrin Wahlers
Stremelkamp 17
21149 Hamburg
Telefon: 040 / 79 00 59 38
E-Mail: genogyn@hansewort.de
Internet: www.genogyn.de

Veranstaltungshinweis:
Ausbildungsprogramm Pra?ventionsmedizin 2018
26./27.01.2018 und 23.02./24.02.2018
Dorint Hotel Köln-Junkersdorf,
Aachener Str. 1059 – 1061
50858 Köln

GenoGyn-Newsletter 09/2017

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Superillu, 01.08.2017 – Gestörter Zuckerhaushalt – Immer mehr Frauen erkranken an einem Schwangerschaftsdiabetes. Sie können aber vorbeugen

Ein Diabetes in der Schwangerschaft gehört zu den häufigsten Begleiterkrankungen
während dieser besonderen Zeit. Diese Form der Zuckerkrankheit tritt zum ersten Mal während einer Schwangerschaft auf und verschwindet meist danach wieder. Sie ist zunächst fast symptomlos. Bleibt sie jedoch unerkannt, kann das lebensbedrohliche Folgen für Mutter und Kind haben.

Heute weiß man, dass verschiedene Hormone in der Schwangerschaft den sogenannten Gestationsdiabetes mellitus (GDM) auslösen können. Dr. Bernhard Stölzle, Gynäkologe aus Bad Neuenahr, erklärt: „Vor allem das Progesteron, Östrogen und humanes Plazentalaktogen reduzieren die
Wirkung des in der Bauchspeicheldrüse gebildeten Insulins.“

Biologisch ist das sinnvoll, weil mehr Energie da ist, damit sich das Baby im Bauch entwickeln
kann. Eigentlich produziert die Schwangere dann mehr Insulin. Problematisch kann es aber werden, wenn dieses den hohen Blutzuckerspiegel nicht mehr ausreichend senken kann.

Der gestörte Stoffwechsel spielt meist erst in der zweiten Hälfte der Schwangerschaft eine Rolle, weil sich der Hormonhaushalt dann stark verändert. Er kann aber schon vorher auftreten,
zum Beispiel wenn die Frau in einer vorausgegangenen Schwangerschaft
Diabetes hatte oder dieser familiär bedingt ist.

Sie wollen weiterlesen? Wir schicken Ihnen den Artikel gerne auf Anfrage: genogyn@wahlers-pr.de

 

Zusatzqualifikation „Präventionsmedizin GSAAM“ 2018

Flaggschiff der GenoGyn geht in neue Runde

Die neuen Termine für die zertifizierte interdisziplinäre Zusatzqualifikation „Präventionsmedizin GSAAM“ stehen fest. Das Flaggschiff unter den Fortbildungen der GenoGyn geht turnusgemäß zu Jahresbeginn an den beiden Wochenenden 26./27. Januar 2018 und 23./24. Februar 2018 in Köln an den Start.

Teilnehmer erwartet ein aktualisiertes Programm mit neuen Themen, die derzeit in den Fokus der modernen Präventionsmedizin rücken.

Anmeldungen sind bereits jetzt möglich: per E-Mail an geschaeftsstelle@genogyn-rheinland.de oder unter Telefon 0221 / 94 05 05 390 bei Marion Weiss in der Geschäftsstelle der GenoGyn.