Pressemitteilungen

Schwangerschaftsdiabetes (GDM) häufiger als gedacht – Frauenärzte appellieren: besser vorbeugen und das GDM-Screening optimieren (29.06.2017)

Köln. Übergewicht und Adipositas sowie zunehmendes Alter führen bei werdenden Müttern immer häufiger zu Diabetes. Der Gestationsdiabetes mellitus, kurz GDM, zählt zu den häufigsten Komplikationen in der Schwangerschaft und birgt lebensbedrohliche Risiken für Mutter und Kind. Um die Zuckerkrankheit bei Schwangeren zeitig zu erkennen, wurde 2012 in Deutschlands Mutterschaftsrichtlinien ein Blutzucker-Screening zwischen der 24. und 28. Woche der Schwangerschaft festgeschrieben. „Statt des von den medizinischen Fachgesellschaften empfohlenen ‚75-Gramm-Diagnosetests’ sehen die Richtlinien dafür aber nur den sogenannten ‚50 g Suchtest’ vor, bei dem mindestens jeder fünfte Fall unerkannt bleibt. Das ist gerade angesichts aktueller Erkenntnisse zur Häufigkeit des GDM, der akuten Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen, aber auch der Langzeitfolgen unzureichend“, sagt Dr. med. Dipl.-Psych. Bernhard Stölzle, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn. Die Ärzteorg
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Präventionspotenzial nutzen: Frauenärzte der GenoGyn fordern konsequenteres Vorgehen gegen Tabakkonsum (31.03.2017)

Köln. Rauchen gilt als das größte vermeidbare Risiko für zahlreiche schwere Erkrankungen, auch besonders für verschiedene Krebserkrankungen. Trotzdem greift in Deutschland immer noch weit mehr als jeder Fünfte zu Zigarette, Zigarre oder Tabakpfeife. Jedes Jahr sterben hierzulande über 110.000 Menschen an den Folgen ihres Tabakkonsums, etwa 72.000 darunter an Krebserkrankungen. „Diese Zahlen zeigen drastisch, welch hohes Präventionspotenzial in der Reduzierung des Tabakkonsums liegt“, sagt Dr. Jürgen Klinghammer, Vorstandsvorsitzender der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn. Vor diesem Hintergrund fordert die Ärzteorganisation, Maßnahmen zur Senkung der Raucherquote konsequenter umzusetzen. Durch uneingeschränkte Werbeverbote, höhere Besteuerung von Tabakprodukten und weniger Ausnahmeregelungen bei den Nichtraucherschutzgesetzen ließen sich Rahmenbedingungen schaffen, die sich drosselnd auf das Konsumverhalten und damit das Ausmaß der Folgen des Rauchens auswirkten. Laut EU-Statistikbehö
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Krebsrisiken, Gesundheitsschäden und Milliardenkosten: Frauenärzte fordern Maßnahmen gegen riskanten Alkoholkonsum (20.02.2017)

Köln. Beim Alkoholkonsum belegt Deutschland im weltweiten Vergleich stets Spitzenplätze: Rund zehn Liter reinen Alkohols werden hierzulande nach aktuellen Informationen des Bundesgesundheitsministeriums jedes Jahr pro Kopf getrunken und verursachen alljährlich volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von 26,7 Milliarden Euro. „Obwohl Erkenntnisse über das Suchtpotenzial von Alkohol in der Gesellschaft inzwischen hinlänglich verbreitet sind, finden Bier, Wein und Hochprozentiges weiterhin oft unkritische Akzeptanz. Die Leberschädigung  ausgenommen, werden gesundheitliche Folgen des Alkoholkonsums häufig ausgeblendet oder sind weniger bekannt. Dazu gehört auch ein erhöhtes Krebsrisiko“, sagt Dr. Jürgen Klinghammer, Vorstandsvorsitzender der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn. Als Frauenarzt ist er besonders alarmiert, dass viele Frauen selbst in der Schwangerschaft nicht auf Alkohol verzichten und ihre Kinder dadurch der Gefahr irreparabler Schädigungen aussetzen. Vor dem Hintergrund des dra
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Körperliche Aktivität ist eine Universalmedizin für Jung und Alt – Prävention: Frauenärzte der GenoGyn warnen vor Folgen von Bewegungsmangel (23.01.2017)

Köln. Das Leben des Stubenhockers ist riskant: Wer körperliche Bewegung und sportliche Aktivitäten scheut, verzichtet auf einen Universalschlüssel zur Förderung der Gesundheit und zur Prävention zahlreicher schwerer Erkrankungen – Männer wie Frauen, Jung wie Alt. „Der heutige Mensch ist nicht für körperliche Passivität geschaffen. Die Evolution hat ihn noch nicht an die überwiegend sitzenden Tätigkeiten der Zivilisationsgesellschaft angepasst, und ohne genügend Bewegung wird er krank“, sagt Dr. Jürgen Klinghammer, Frauenarzt und Vorstandsvorsitzender der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn. Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Krebs, Diabetes, aber auch schwere Skelettleiden resultieren häufig unmittelbar aus einem Bewegungsmangel. Hinzu kommen zahlreiche Erkrankungen im Gefolge von Übergewicht und Adipositas, die wiederum ihre wichtigste Ursache im Zusammenspiel von unausgewogener Ernährung und fehlender Bewegung haben. Da die Weichen für körperliche Inaktivität oft schon im
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Mit Zuckersteuer und Lebensmittel-Ampel gegen Adipositas – Übergewicht: Frauenärzte der GenoGyn fordern konkrete Maßnahmen von der Politik (30.11.2016)

Köln. Übergewicht und Adipositas breiten sich unter der Bevölkerung in Deutschland unaufhaltsam aus. Normalgewichtige Erwachsene sind hierzulande längst in der Unterzahl. Unter zu vielen Pfunden leiden aber nicht nur Erwachsene, sondern auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Die Folgen des Phänomens sind für Jung und Alt schwerwiegend, denn Fettleibigkeit (Adipositas) ist ein Auslöser für Dutzende schwerer Erkrankungen. „Dass Politik und Gesellschaft dem Problem der Fettleibigkeit weiterhin nicht mit der gebotenen Konsequenz begegnen, obwohl vielfaches Leid entsteht und das deutsche Gesundheitssystem alljährlich mit zweistelligen Milliardenkosten belastet wird, ist nur als Ausdruck fehlenden Handlungswillens zu interpretieren“, sagt der Vorstandsvorsitzende der Ärztlichen Genossenschaft GenoGyn, Frauenarzt Dr. Jürgen Klinghammer. Die 600 Mitglieder starke Ärzteorganisation aus Nordrhein-Westfalen fordert im Kampf gegen Übergewicht erneut konkrete Maßnahmen von der Politik. Wie zuletz
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